Der Begriff Unternehmensimmobilien beschreibt gewerblich genutzte Immobilien, die unmittelbar der Leistungserbringung eines Unternehmens dienen – von Büroimmobilien über Produktions- und Lagerhallen bis hin zu Forschungs- und Serviceflächen. Im Unterschied zu klassischen Büro- oder Einzelhandelsimmobilien vereinen sie hier oft auch verschiedene Nutzungsarten unter einem Dach. Sie bilden damit die physische Grundlage sowie die bauliche Infrastruktur für zentrale Wertschöpfungsprozesse eines Unternehmens. In der immobilienwirtschaftlichen Fachsprache werden unternehmensbezogene Bestandsimmobilien auch als Corporate Real Estate bezeichnet. Das strategisches Management dieser Immobilien nennt man Corporate Real Estate Management (CREM).
Charakteristisch für Unternehmensimmobilien ist ihre hohe funktionale Flexibilität. Flächen lassen sich je nach Bedarf von Lager zu Produktion, von Werkstatt zu Labor oder von Service zu Ausstellung umnutzen, ohne dass zwingend ein Standortwechsel erforderlich wird. Die Gebäude sind in der Regel eng auf das Geschäftsmodell, die Prozesse und die Anforderungen der jeweiligen Branche zugeschnitten. Meist unter der Berücksichtigung von Faktoren, wie etwa Andienung, Deckenlasten, Erschließung oder technischer Infrastruktur. Gleichzeitig haben Unternehmensimmobilien eine ausgeprägte betriebswirtschaftliche Bedeutung. Sie binden einen hohen Anteil der Fixkosten und beeinflusssne damit Rendite, Liquidität und Bilanzstruktur auf Unternehmensseite maßgeblich.
Für Immobilienverwalter*innen und Corporate-Real-Estate-Verantwortliche besteht die zentrale Aufgabe darin, Unternehmensimmobilien entlang des gesamten Lebenszyklus – von der Beschaffung bzw. dem Bau über die Nutzung bis zur Verwertung – wert- und nutzungsorientiert zu steuern. Dazu gehören unter anderem die Sicherstellung der Verfügbarkeit für den operativen Betrieb, die kosten- und energieeffiziente Bewirtschaftung, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sowie die kontinuierliche Optimierung von Portfolio- und Flächenstruktur. Vor dem Hintergrund von Digitalisierung, ESG-Anforderungen und Fachkräftemangel rücken Transparenz über Bestände, Datenqualität und die Fähigkeit, Szenarien schnell durchzurechnen, zusätzlich in den Fokus.
Eine spezialisierte Software für das Immobilienmanagement unterstützt hier, indem sie alle relevanten Daten und Prozesse rund um Unternehmensimmobilien zentral in einem System bündelt. Von Vertrags- und Flächenmanagement über Instandhaltungsplanung bis hin zu Nebenkostenabrechnung und Reporting. Digitale Workflows, automatisierte Routinetätigkeiten und standardisierte Schnittstellen zu Buchhaltung, Technik und Energie-Controlling ermöglichen es, Unternehmensimmobilien effizienter zu verwalten, Risiken frühzeitig zu erkennen und fundierte Entscheidungen über Nutzung, Investitionen und Portfolioentwicklung zu treffen.